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Bastilkarton

Die Welt eines kreativen Booknerds

Nica Stevens hat die Angewohnheit, mich mit ihren Büchern positiv zu überraschen. Denn bei "Morgen wirst du bleiben" war ich vollkommen begeistert von der ungeahnten Tiefgründigkeit und Unkoventionalität, die sich im Laufe der Geschichte offenbarte. Auch "Midnightsong" konnte mich in einem Maße begeistern, dass ich nicht erwartet habe. Eine sommerlich leichte, lockere Liebesgeschichte, die ich wirklich empfehlen kann.





Allgemeine Informationen:

Titel: Midnightsong- Es begann in New York | Autor: Nica Stevens |Verlag: Carlsen | Genre: Liebesroman | ISBN: 978-3-551-31852-7  |Seitenanzahl: 336 | Ausgabeformat: Softcover/Paperback | Erscheinungsdatum: | Preis: 13,00 €

Inhalt:

Lynns Leben verändert sich schlagartig, als die berühmte Band "Reanimation" aufgrund einer riesengroßen Fanansammlung in dem Cafe ihrer Schwester Emily landet. Auch wenn ihr die Situation total unangenehm ist und sie sich am liebsten der Szenerie entziehen würde, kommt sie mit dem Sänger der Band, Ryle, ins Gespräch. Der Besuch im Café endet schnell, doch die Beiden können sich so schnell einfach nicht vergessen...




Meinung:

Das Buch hat mich in vielerlei Hinsicht positiv überrascht. Einerseits war ich mal wieder von dem Schreibstil von Nica Stevens begeistert. Denn sie schreibt sehr flüssig und ohne übertriebene Details, sodass man sich wirklich in die Protagonistin hineinfühlen kann, dennoch aber ohne weiteres das Buch schnell und ohne große Verzögerungen lesen kann. Besonders der Anfang hat mich überzeugt, da ich direkt mitten im Geschehen war und nicht erst meine Zeit brauchte, um mich in der Welt zurechtzufinden. Die Charaktere fühlten sich direkt ungewohnt vertraut an und die Exposition war spannend und aufregend, sodass ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht und gar nicht aufhören konnte, zu lesen. Es war nicht daran zu denken, das Buch zur Seite zur legen, und so war ich direkt im Bann dieses Buches.


Gleichzeitig hat mich der Plot mitgerissen. Das Buch konnte überzeugen auch ganz ohne übertriebenes Drama, explizite Szenen oder plakative Tiefgründigkeit. Die Geschichte beinhaltete die perfekte Balance zwischen Band- und Tourleben und Privatleben. All das wurde überzeugend vereint, es wurde zwischen gemeinsamen und "einsamen" Szenen gewechselt, wodurch der Zwispalt von Lynn zwischen den beiden Welten überzeugend zum Ausdruck gebracht wurde. Die Geschehnisse haben mich immer mal wieder überrascht und haben unerwartete Wendungen genommen, die einen zwar nicht komplett vom Hocker gehauen haben, dennoch aber dafür gesorgt haben, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Stellenweise war es mir fast schon zu viel heile Welt- auf Probleme und Sorgen ist nicht immer wirklich eingegangen worden und gerade ein Konflikt ist sehr schnell aus der Welt geräumt worden, was in der Realität vielleicht nicht ganz so einfach ist. 



Dennoch hat das dem Buch keinen Abbruch getan- ich mochte den Wohlfühlcharakter, den dieses Buch hat. Es deprimiert einen nicht, sondern hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Ich bin immer wieder gerne in die Handlung zurückgekehrt und fand es schade, als ich Ryle und Lynn verabschieden musste.



Was mich zu den Charakteren bringt, die mir allesamt zugesagt haben. Ryle hatte keinen übertriebenen oder provokanten Charme, war nicht arrogant oder verbittert. Seine sympathische, menschliche Art fernab der Medienpräsenz um ihn erklärten für mich, dass Lynn ihr Herz an ihn verloren hat. Es war nachvollziehbar, was sie gefühlt hat und wirkte ziemlich authentisch. Lynn hätte für meinen Geschmack noch gerne ein bisschen mehr Humor haben können, was für mich den Umgang mit den Jungs auch noch unterhaltsamer gestaltet hätte, doch ihre stille, verantwortungsvolle und zurückhaltende Art mit dieser hohen Begeisterungsfähigkeit für die Welt um sie herum und die Fotografie machten sie sympathisch und real. Ich empfand sie als relativ durchschnittlich, was im Kontrast zu Ryle, der ein normaler Mensch mit einem abnormalen Beruf war, hervorragend gepasst hat. Die Jungs, also die anderen Bandmitglieder von "Reanimation", waren meine persönlichen Favoriten aus dem Buch. Sie hatten Humor, haben gut mit Lynn, Ryle und den anderen harmoniert und konnten mich gut unterhalten. Immer wieder musste ich über ihre Wortwechsel schmunzeln, da sie mir allesamt unglaublich sympathisch waren. Ich wäre wirklich sehr interessiert daran, noch mehr Teile aus der Reihe zu lesen und mehr über die Lebens- und Liebesgeschichten der anderen zu erfahren.


Das Ende hat das Buch perfekt abgerundet. Es war zwar erwartbar aber dennoch unerwartet, was die Geschichte schön abgeschlossen hat. Man konnte die Beiden mit einem guten Gefühl verlassen und ich für meinen Teil war glücklich damit, wie Nica Stevens es gelöst hat.

Was ich zuletzt noch lobend hervorheben möchte, ist, dass Nica Stevens in ihren Büchern immer einen Bezug zu dem Titel herstellt. Oftmals geht der Zusammenhang zwischen Titel und Geschichte im Laufe anderer Bücher nicht wirklich hervor, doch bei ihr gibt es immer klare Referenzen. Dadurch finde ich es immer wieder spannend, herauszufinden, welcher Zusammenhang diesmal besteht, und der Titel erinnert mich nun immer an die Situation zwischen den Beiden, in dem der Titel das erste Mal erklärt wurde. Was wiederum dafür sorgt, dass ich mich gerne an das Buch und seine Handlung erinnere, wann immer ich es in meinem Regal stehen sehe.

Insgesamt eine wirklich schöne Geschichte für Zwischendurch. Vielleicht überzeugt es nicht mit einer unglaublichen Tiefgründigkeit, aber genau das hat das Buch für mich so perfekt gemacht. Der jugendliche, unverbrauchte Charakter, das leichte Gefühl beim Lesen und die abwechlsungsreiche Handlung haben das Buch für mich zu einem angenehmen Leseerlebnis gemacht. Sehr empfehlenswert!


Bewertung:

4,5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐☆


Herzlichen Dank an den Carlsen-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und für die Bloggerbox mit den wundervollen Goodies, die mich überraschend erreicht hat! Das Buch und die Backmischung haben mir viele tolle Lesestunden bereitet!













April 09, 2020 No Kommentare
Hallo alle zusammen!

Heute möchte ich eines meiner neuen absoluten Lieblingsgeschichten mit euch teilen, und ich denke, dass das Buch euch sicher nicht unbekannt ist, denn es handelt sich um "Love to share"! Auf Instagram war es durchaus in aller Munde ich muss zugeben, wenn ich es dort nicht so oft gesehen hätte, hätte ich wahrscheinlich auch zunächst nicht zu diesem Buch gegriffen (so rein vom Cover her). Doch als ich den Klappentext gelesen hatte, war mir klar: ich muss dieses Buch einfach haben! Und ich bin sehr froh, dass ich mich für diese Geschichte entschieden habe.





Zum Buch:

Love to share- Liebe ist die Halbe Miete ♡ Beth O'Leary ♡ Diana ♡ Taschenbuch ♡ 480 Seiten

Inhalt:

Tiffy braucht dringend eine neue Wohnung. Nachdem sie sich von ihrem kontrollsüchtigen Freund Justin getrennt hat, muss sie sich irgendwo verstecken, um endgültig aus seinen Zwängen zu entkommen. Leon arbeitet als Palliativpfleger dann, wenn "normale Menschen" schlafen gehen. Er braucht dringend Geld und kommt deswegen auf die Idee, sein Bett an jemanden zu vermieten, der tagsüber arbeitet, genau dann, wenn er schläft. Tiffy mit ihrem "nine-to-five"- Job als Lektorin bei einem DIY-Verlag ist die perfekte Mieterin. Und laut der Regeln sollten sie sich nie persönlich begegnen. Doch ein Post-it-Zettel kann alles verändern...

Meinung:

Das Buch hat mein Herz einfach im Sturm erobert. Es ist durchaus eine Liebesgeschichte der anderen Art- ich persönlich habe so etwas noch nie gelesen. Doch genau deswegen liebe ich dieses Buch so sehr- es ist außergewöhnlich und absolut authentisch.

Angefangen bei der Erzählweise und der Kennenlerngeschichte. Die Post-It Nachricht werden komplett in die Geschichte eingebunden und stets eine willkommene und amüsante Unterbrechung. Denn Post-it Nachricht sind aufgrund des Platzmangels auf das Wesentliche reduziert, doch gleichzeitig befindet sich in diesen kleinen Zeilen so viel Humor, dass ich echt häufig lächeln musste. Generell fand ich das Buch ziemlich lustig. Immer wieder musste ich schmunzeln oder auch herzhaft lachen- doch gleichzeitig war das Buch nicht albern, sondern auch romantisch und spannend.
Die Erzählweisen haben sich bei den beiden Protagonisten komplett unterschieden. Tiffy und Leon erzählen stets abwechselnd aus ihrer Sicht die Handlung, und es ist immer an der Erzählweise klar erkennbar, wessen Perspektive es gerade ist. Tiffy ist ein insgesamt sehr extrovertierter und impulsiver Mensch, der schnell und viel redet. Leon hingegen wählt seine Worte mit Bedacht, ist introvertierter und nachdenklicher. Und genau das spiegel sich auch wider. Tiffys Kapitel sind sehr detailreich, sehr humorvoll und mit vielen Nebensätzen. Leons Kapitel hingegen sind sehr parataktisch (viele Hauptsätze) und auf das wesentliche reduziert. Zugegeben, am Anfang musste ich mich an Leons Kapitel gewöhnen, doch ich bin ziemlich schnell in die Art und Weise hereingekommen und mochte es letztlich sogar sehr gerne, weil es einfach mal etwas anderes war. Und es unterstrich seine Persönlichkeit einfach so gut!
Auch die Handlung konnte mich überzeugen. Anfangs dachte ich, dass das Buch doch relativ lang für die Begebenheit sei, doch mir wurde zu keiner Zeit des Buches langweilig und ich habe es auch in kürzester Zeit weggesuchtet. Es wurden einige Nebenstränge wunderbar miteinander verflochten, es ging neben der Liebe auch um Familiendramen, ungerechtfertigte Gefängnisstrafen, DIY Bücher, den Einfluss von Influencern, verrückte Exfreunde (im Bezug auf psychischen Missbrauch) und um das Wiederfinden einer verschollenen Liebe, Tod und Heilung, Freundschaft und so viel mehr. Trotzdem habe ich das Buch nicht als überladen empfunden. Man hatte einige Charaktere, die alle miteinander verknüpft waren, manche Bindungen haben einen gefreut, andere schockiert.

Aber kommen wir nun auf den wirklich wichtigen Teil der Handlung zu sprechen: die Liebesgeschichte zwischen Tiffy und Leon. Und ich empfand sie wirklich als absolut authentisch. Leon und Tiffy könnten wirklich nicht unterschiedlicher sein, doch Gegensätze ziehen sich an. Die beiden ergänzen sich so wahnsinnig gut.

 Tiffy ist eine eher aufgedrehte und außergewöhnliche Frau. Sie liebt es, viel zu reden, zu backen und hat einen Hang zu verrückter Kleidung. Sie trägt alle möglichen Muster bunt gemischt und scheut vor keinem Print und keinem Material zurück. Leon hingegen ist ein sehr ruhiger und bedächtiger Mensch, der wenig und ausgewählt redet. Er kocht gerne und ist auch gerne für sich alleine beziehungsweise behält Dinge für sich, während Tiffy gefühlt alles mit ihren Freunden bequatscht und das alles auf eine sehr humorvolle Art und Weise. Die Post-it-Konversationen zwischen den beiden habe ich absolut gerne verfolgt und mich auch immer darauf gefreut, wenn man zusammen mit Leon nach Hause gekommen ist und an den verrücktesten Stellen einen beschrifteten Zettel von Tiffy gefunden hat.
Die Charaktere fand ich einfach insgesamt absolut toll. Ich empfand es mal als etwas ganz anderes, eine schräge Protagonistin, die total im Gegensatz zu dem ruhigen Leon stand. Auch die Nebencharaktere waren fein ausgearbeitet: die strenge aber stringente und kämpferische Gerti, der gutmütige Mo, der warmherzige Richie oder der kontrollsüchtige Justin (der mich oft richtig wütend gemacht hat)- es befinden sich die unterschiedlichsten Typen von Menschen in dieser Geschichte.


Und alle, die das Buch noch lesen möchten, freut euch auf folgende zwei Stellen besonders: Wenn die beiden sich das erste mal persönlich treffen (zum Totlachen, wirklich, aber wirklich nur als Leser) und auf das Ende. Hach, ich hätte weinen können vor Romantik. Ich bin ein solches Ende nicht gewöhnt, doch dabei ist mir aufgefallen, dass ich mir öfters so einen Abschluss wünschen würde. Ununterbrochen musste ich vor Freude lächeln, da ich so auf das Ende hingefiebert habe. Doch gleichzeitig war ich unheimlich traurig, als ich das Buch endgültig zugeklappt habe.


Es war eine so verdammt schöne und romantische Liebesgeschichte, die so extrem humorvoll war, gleichzeitig aber auch so tiefsinnig, spannend und erschreckend. Denn gerade was sich Tiffy Exfreund Justin manchmal leistet, ist wirklich krass. Einfach eine absolut ausgewogene Mischung aus Humor, Romantik, Spannung und Tiefsinnigkeit.


Ich kann dieses wundervolle Buch wirklich nur weiterempfehlen und bin mir sicher, dass ich es bald nochmal rereaden werde, spätestens, wenn ich mal einen schlechten Tag hatte und mich nach guter Laune sehne!

Bewertung: 5/5 ⭐


Bis zum nächsten Mal!
Eure Ilka
Juli 23, 2019 No Kommentare
Hallo alle zusammen!

Im Moment bin ich irgendwie total in einer Roman-Phase. Damit meine ich wirklich diese Good old fashioned Liebesromane, vorzugsweise in Kleinstädten, mit Protagonistinnen, die mitten in ihrem Leben stehen und sich etabliert haben, verheiratet oder geschieden sind und dann auf die wahre Liebe ihres Lebens treffen. Lange Zeit habe ich einen Bogen um Romane gemacht, New Adult erschien mir aufregender, doch Liebesromane haben ihren ganz eigenen Reiz, wie ich finde. Es ist meistens heile Welt und das Drama und die Aufregung halten sich in Grenzen- doch genau das braucht man manchmal doch einfach. Entspannung, Ruhe und "Friede-Freude-Eierkuchen".

Gestern habe ich also "Um Fünf unter den Sternen" von Holly Hepburn beendet, der exakt in dieses Genre fällt. Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Penguin Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle: herzlichen Dank!




Zum Buch:
Um fünf unter den Sternen - von Holly Hepburn - erschienen im Penguin Verlag - Roman - 10 Euro - 590 Seiten - Taschenbuch



Inhalt:
Nessie und Sam erben vollkommen unerwartet ein Pub von ihrem alkoholkranken Vater, der sie vor einiger Zeit verlassen hatte, in dem kleinen Dorf Little Monkham. Beide haben Gründe, ihre Heimat in London hinter sich zu lassen- Nessie hat sich erst von ihrem Ehemann getrennt und Sam musste aufgrund eines Skandals ihre Karriere als PR-Beraterin an den Nagel hängen. Doch in Little Monkham erwarten sie neue Herausforderungen- das Pub ist renovierungsbedürftig, doch die alles im Griff habende Postbeamte Franny setzt ihnen eine knappe Deadline. Doch das Dorf empfängt sie mit offenen Armen. Gerade bei Joss, dem Kellermeister und Owen, dem Schmied vom Schneeglöckchen-Cottage gegenüber stehen den beiden zur Seite und sind für die Schwestern da. Doch das Liebesleben beider Schwestern ist sehr kompliziert...

Meinung:
Sagen wir direkt, wie es ist: die Handlung hätte man auch in weniger Seiten gut und detailliert beschreiben können. Ich hatte leider gerade zum Ende hin das Gefühl, dass die Geschichte etwas in de Länge gezogen wurde, sodass ich streckenweise leider etwas langweilig war.
Doch ich habe keineswegs bereut, dieses Buch gelesen zu haben. Ich habe mich komplett in das Setting, das kleine Pub der Schwestern (das Star and Sixpence), die Charaktere und die Irrungen und Wirrungen im Liebesleben der beiden verliebt. Doch streckenweise ist nicht viel passiert, zum Ende kamen mehrere Dinge auf einmal, was man besser auf das Buch hätte verteilen können. Außerdem hat mich etwas gestört, dass Nessie und Owen immer so herumeiern. Es knistert zwischen den beiden, das merkt der Leser (und wohl bemerkt das ganze Dorf!) sofort. Und auch die beiden wissen es, doch trotzdem finden sie irgendwie nicht zueinander. Und die Gründe, warum die beiden nicht zusammen sein konnten, fand ich manchmal leider etwas an den Haaren herbeigezogen. Ich finde sehr schade, dass die beiden nicht länger zusammen waren. Ich mochte die beiden zusammen, wenn ich Nessie manchmal auch einfach nicht nachvollziehen konnte. Sie stand sich mehrfach selbst im Weg mit ihrer Schüchternheit und ihrem übermäßigen Grübeln und ihrer ebenso überzogenen Selbstlosigkeit.
Sam hat mir da besser gefallen. Eine Frau, die mit beiden Füßen im Leben steht und weiß, was sie will und wie sie es bekommt. Ich habe ihre direkten Kommentare geliebt, mit der sie Nessie mehr als einmal die Röte ins Gesicht gezaubert hat. Denn die beiden Schwestern könnten wirklich nicht unterschiedlicher sein, und trotzdem harmonieren sie einfach wundervoll.
Nessie's Owen, der Dorfschmied, war leider ähnlich schüchtern wie Nessie. Deswegen hatten die beiden auch Probleme, ehrlich miteinander zu sein, und als Leserin dachte ich mehr als einmal "Verdammt, jetzt sagt doch endlich die Wahrheit zu euren Gefühlen und eiert nicht so herum!".
Auch das Dorf hat meine Meinung geteilt. Viele Dorfbewohner haben immer versucht, die beiden zu verkuppeln, und das fand ich streckenweise echt süß zu lesen. Generell waren eigentlich alle Charaktere, bis auf ein paar (bei denen es aus gewollt war), absolut sympathisch. Dadurch, dass das Buch so lang war  hat man eine enge Bindung zu den Charakteren aufgebaut. Nach einer Zeit fühlte man sich wie ein Teil des Dorfes, hat jeden einzeln für sich ins Herz geschlossen und wollte einfach unbedingt mal einen der alkoholfreien Cocktails vom Barmeister Connor im Star and Sixpence schlürfen, vielleicht einen kleinen Plausch mit Ruby wagen.
Ruby ist eine schillernde Persönlichkeit und die Witwe des verstorbenen Vaters von Nessie und Sam. Sie war früher Schauspielerin und erzählt allerlei Geschichten von Berühmtheiten, mit denen sie mal zusammen gedreht hat. Eine Flasche Wein mit Elizabeth Taylor- alles normal für die bekannte Ruby, die mittlerweile leider zu oft zum Wein greift. Eine der vielen Nebenstränge, die im Buch miteinander verwoben sind.
Das Buch ist übrigens zusammengesetzt aus, soweit meine Recherche mich nicht täuscht, 5 Büchern aus dem Englischen, die in diesem einen Buch vereint wurden. Denn das Buch ist nicht nur in Kapitel, sondern auch in "Untergeschichten" eingeteilt. Jedes Unterkapitel beginnt mit einer Einladung zu einem Event im Star and Sixpence. Denn aus ihren Zeiten als PR Beraterin kennt Sam noch den ein oder anderen Star, den sie in ihr Pub locken kann und somit viele Gäste anzieht. Die Events fand ich immer sehr schön zu lesen- wie gerne wäre ich auch mal dabei gewesen.
 Auch Nick Borrowdale, ein große Persönlichkeit und Frauenschwarm, wie es heißt, wird in dem Buch eine größere Rolle spielen- er war ein sympathischer Typ. Sams Liebesleben ist nämlich auch kompliziert, denn es gibt auch noch den Kellermeister Joss, mit dem es auch kräftig funkt. Doch ob das immer so hält? Lest selbst.

Fazit:
Ich weiß wirklich nicht, ob ich eine klare Empfehlung aussprechen kann. Ich mochte das Buch wirklich, da ich die Welt dort so liebte und mich wirklich wohlgefühlt habe, da eine so heile Welt herrschte. Doch manchmal musste ich mich echt etwas durchquälen, da es unnötig in die Länge gezogen wurde und ich Nessie am liebsten geschüttelt hätte. Es war leider streckenweise etwas langweilig- doch trotzdem fand ich es wirklich schön. Das Ende fand ich zwar nicht überraschend, trotzdem aber sehr bezaubernd. Generell war alles einfach authentisch und herzerwärmend- wenn ich es auch in ein paar Seiten dünner besser gefunden hätte.

Ich freue mich sehr, dass ihr meine Rezension gelesen habt und hoffe, dass wir uns ganz bald wiedersehen!
Eure Ilka



Mai 30, 2019 No Kommentare
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Ich bin Ilka - kreatives Fangirl, Bücherwurm, Filmmusikliebhaberin, Vanlife-Enthusiastin, Hobby-Fotografin und Bingewatcherin. Ein Mädchen mit der Liebe zu Wörtern, Büchern, Stiften und der Kreativität, die in uns allen steckt.
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