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Bastilkarton

Die Welt eines kreativen Booknerds

 Randall Munroe war mir durch "What if?" schon bekannt und hat sich dadurch einen Platz auf der Liste meiner favorisierten Autoren erkämpft. Mit Humor, anschaulichen Erklärungen und viel Physik konnte er mich begeistern. Auch "How to" hat an diese wissenschaftliche Ernsthaftigkeit trotz aller Abstrusitäten angeschlossen, auch, wenn es mich nicht ganz so begeistern konnte wie "What if"- was dem Buch als solches aber keinen Abbruch tut.

Inhalt:

Für jede Aufgabe, die sich uns stellt, gibt es einen richtigen Weg, einen falschen, und einen, der so offensichtlich absurd ist, dass man ihn niemals in Betracht ziehen würde. »How to« ist eine Anleitung zu diesem dritten Ansatz. Es zeigt uns, wie wir digitale Daten versenden, indem wir USB-Sticks an Zugvögeln befestigen. Wie wir unserem Auto Starthilfe geben, indem wir elf Jahre auf eine Sonneneruption warten. Wie wir herausfinden, ob wir zur Generation der Babyboomer gehören oder ein Kind der Neunziger sind – nämlich, indem wir die Radioaktivität unserer Zähne messen lassen. Und wir erfahren, wie wir endlich pünktlich zu Verabredungen kommen: indem wir mal eben den Mond zerstören. Mit seinen berühmten Strichzeichnungen erklärt Randall Munroe, wie man einfache Probleme auf die allerschwierigste Weise bewältigen kann. Wie schon sein Bestseller »What if?« ist »How to« witzig und horizonterweiternd und hilft uns zu verstehen, welche wissenschaftlichen und technischen Phänomene unserem Alltag zugrunde liegen.

(Zitat Ende)

Informationen zum Buch:

Titel: How to- Wie man's hinkriegt, Autor: Randall Munroe, Erscheinungstermin: 03.09.2019, Seiten: 384, Genre: Sachbuch, Verlag: Penguin, ISBN: 978-3-328-60091-6


Meinung:

Randall Munroe hat die Gabe, die Dinge leicht verständlich und humorvoll zu erklären. "How to" lebt von seinen zahlreichen Illustrationen und Zeichnungen. Seine Bücher machen deswegen einfach unglaublich viel Freude- es macht Spaß, die Dialoge der Strichmännchen zu lesen, die intellektuelle(re) Witze reißen. Sie passen zu dem behandelten Thema, unterstützen und erweitern es. Dadurch wird einem das Buch niemals langweilig- es ist abwechslungsreich und voller Überraschung. Der Schreibstil ist locker und unglaublich leicht zu verfolgen, wird einem über die Seiten immer vertrauter. Es ist etwas, das ich sehr zu schätzen weiß und für mich seine Bücher ganz besonders macht. 

Jedoch muss ich sagen, dass ich die Idee an sich schon etwas unnötig fand. Ob ich nun weiß, wie weit ich John F. Kennedy werfen könnte, oder nicht macht für mich grundsätzlich keinen Unterschied. Die Idee, einfache Dinge möglichst kompliziert auszuführen hat absolut ihren Reiz und hat bei mir für viel Unterhaltung gesorgt- doch "What if?" konnte mich da einfach mehr überzeugen, da die Dinge greifbarer, plausibler waren- auch, wenn das kaum über das Buch zu sagen ist. Doch das war für mich einfach ein Minuspunkt an "How to", denn dadurch habe ich zwischendurch die Lust am Weiterlesen verloren. Generell ist es eher ein Buch für immer mal wieder lesen- in Pausen, in zeitlichen Freiräumen. Am Stück habe ich eher weniger gelesen, da ich dann doch nach einiger Zeit entweder nicht mehr aufnahmefähig für neue Informationen war oder genug von abstruse Gedankenexperimenten hatte- aber vielleicht ist das auch einfach Geschmacksache.

Alles in einem kann ich dieses Buch aber wirklich nur weiterempfehlen- nicht zuletzt wegen der hohen Anschaulichkeit und den wirklich wissenschaftlich fundierten Fakten, die dahinterstecken und so "spielerisch" vermittelt werden. Es macht sehr viel Freude, sich von Randall Munroes Begeisterung für Physik anstecken zu lassen, und ich werde auch weiterhin jedes seiner Bücher sehnsüchtig erwarten und verschlingen. 


Bewertung: 4 von 5 Sternen

Oktober 16, 2020 No Kommentare
Hallo alle zusammen!

Im Moment bin ich irgendwie total in einer Roman-Phase. Damit meine ich wirklich diese Good old fashioned Liebesromane, vorzugsweise in Kleinstädten, mit Protagonistinnen, die mitten in ihrem Leben stehen und sich etabliert haben, verheiratet oder geschieden sind und dann auf die wahre Liebe ihres Lebens treffen. Lange Zeit habe ich einen Bogen um Romane gemacht, New Adult erschien mir aufregender, doch Liebesromane haben ihren ganz eigenen Reiz, wie ich finde. Es ist meistens heile Welt und das Drama und die Aufregung halten sich in Grenzen- doch genau das braucht man manchmal doch einfach. Entspannung, Ruhe und "Friede-Freude-Eierkuchen".

Gestern habe ich also "Um Fünf unter den Sternen" von Holly Hepburn beendet, der exakt in dieses Genre fällt. Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Penguin Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle: herzlichen Dank!




Zum Buch:
Um fünf unter den Sternen - von Holly Hepburn - erschienen im Penguin Verlag - Roman - 10 Euro - 590 Seiten - Taschenbuch



Inhalt:
Nessie und Sam erben vollkommen unerwartet ein Pub von ihrem alkoholkranken Vater, der sie vor einiger Zeit verlassen hatte, in dem kleinen Dorf Little Monkham. Beide haben Gründe, ihre Heimat in London hinter sich zu lassen- Nessie hat sich erst von ihrem Ehemann getrennt und Sam musste aufgrund eines Skandals ihre Karriere als PR-Beraterin an den Nagel hängen. Doch in Little Monkham erwarten sie neue Herausforderungen- das Pub ist renovierungsbedürftig, doch die alles im Griff habende Postbeamte Franny setzt ihnen eine knappe Deadline. Doch das Dorf empfängt sie mit offenen Armen. Gerade bei Joss, dem Kellermeister und Owen, dem Schmied vom Schneeglöckchen-Cottage gegenüber stehen den beiden zur Seite und sind für die Schwestern da. Doch das Liebesleben beider Schwestern ist sehr kompliziert...

Meinung:
Sagen wir direkt, wie es ist: die Handlung hätte man auch in weniger Seiten gut und detailliert beschreiben können. Ich hatte leider gerade zum Ende hin das Gefühl, dass die Geschichte etwas in de Länge gezogen wurde, sodass ich streckenweise leider etwas langweilig war.
Doch ich habe keineswegs bereut, dieses Buch gelesen zu haben. Ich habe mich komplett in das Setting, das kleine Pub der Schwestern (das Star and Sixpence), die Charaktere und die Irrungen und Wirrungen im Liebesleben der beiden verliebt. Doch streckenweise ist nicht viel passiert, zum Ende kamen mehrere Dinge auf einmal, was man besser auf das Buch hätte verteilen können. Außerdem hat mich etwas gestört, dass Nessie und Owen immer so herumeiern. Es knistert zwischen den beiden, das merkt der Leser (und wohl bemerkt das ganze Dorf!) sofort. Und auch die beiden wissen es, doch trotzdem finden sie irgendwie nicht zueinander. Und die Gründe, warum die beiden nicht zusammen sein konnten, fand ich manchmal leider etwas an den Haaren herbeigezogen. Ich finde sehr schade, dass die beiden nicht länger zusammen waren. Ich mochte die beiden zusammen, wenn ich Nessie manchmal auch einfach nicht nachvollziehen konnte. Sie stand sich mehrfach selbst im Weg mit ihrer Schüchternheit und ihrem übermäßigen Grübeln und ihrer ebenso überzogenen Selbstlosigkeit.
Sam hat mir da besser gefallen. Eine Frau, die mit beiden Füßen im Leben steht und weiß, was sie will und wie sie es bekommt. Ich habe ihre direkten Kommentare geliebt, mit der sie Nessie mehr als einmal die Röte ins Gesicht gezaubert hat. Denn die beiden Schwestern könnten wirklich nicht unterschiedlicher sein, und trotzdem harmonieren sie einfach wundervoll.
Nessie's Owen, der Dorfschmied, war leider ähnlich schüchtern wie Nessie. Deswegen hatten die beiden auch Probleme, ehrlich miteinander zu sein, und als Leserin dachte ich mehr als einmal "Verdammt, jetzt sagt doch endlich die Wahrheit zu euren Gefühlen und eiert nicht so herum!".
Auch das Dorf hat meine Meinung geteilt. Viele Dorfbewohner haben immer versucht, die beiden zu verkuppeln, und das fand ich streckenweise echt süß zu lesen. Generell waren eigentlich alle Charaktere, bis auf ein paar (bei denen es aus gewollt war), absolut sympathisch. Dadurch, dass das Buch so lang war  hat man eine enge Bindung zu den Charakteren aufgebaut. Nach einer Zeit fühlte man sich wie ein Teil des Dorfes, hat jeden einzeln für sich ins Herz geschlossen und wollte einfach unbedingt mal einen der alkoholfreien Cocktails vom Barmeister Connor im Star and Sixpence schlürfen, vielleicht einen kleinen Plausch mit Ruby wagen.
Ruby ist eine schillernde Persönlichkeit und die Witwe des verstorbenen Vaters von Nessie und Sam. Sie war früher Schauspielerin und erzählt allerlei Geschichten von Berühmtheiten, mit denen sie mal zusammen gedreht hat. Eine Flasche Wein mit Elizabeth Taylor- alles normal für die bekannte Ruby, die mittlerweile leider zu oft zum Wein greift. Eine der vielen Nebenstränge, die im Buch miteinander verwoben sind.
Das Buch ist übrigens zusammengesetzt aus, soweit meine Recherche mich nicht täuscht, 5 Büchern aus dem Englischen, die in diesem einen Buch vereint wurden. Denn das Buch ist nicht nur in Kapitel, sondern auch in "Untergeschichten" eingeteilt. Jedes Unterkapitel beginnt mit einer Einladung zu einem Event im Star and Sixpence. Denn aus ihren Zeiten als PR Beraterin kennt Sam noch den ein oder anderen Star, den sie in ihr Pub locken kann und somit viele Gäste anzieht. Die Events fand ich immer sehr schön zu lesen- wie gerne wäre ich auch mal dabei gewesen.
 Auch Nick Borrowdale, ein große Persönlichkeit und Frauenschwarm, wie es heißt, wird in dem Buch eine größere Rolle spielen- er war ein sympathischer Typ. Sams Liebesleben ist nämlich auch kompliziert, denn es gibt auch noch den Kellermeister Joss, mit dem es auch kräftig funkt. Doch ob das immer so hält? Lest selbst.

Fazit:
Ich weiß wirklich nicht, ob ich eine klare Empfehlung aussprechen kann. Ich mochte das Buch wirklich, da ich die Welt dort so liebte und mich wirklich wohlgefühlt habe, da eine so heile Welt herrschte. Doch manchmal musste ich mich echt etwas durchquälen, da es unnötig in die Länge gezogen wurde und ich Nessie am liebsten geschüttelt hätte. Es war leider streckenweise etwas langweilig- doch trotzdem fand ich es wirklich schön. Das Ende fand ich zwar nicht überraschend, trotzdem aber sehr bezaubernd. Generell war alles einfach authentisch und herzerwärmend- wenn ich es auch in ein paar Seiten dünner besser gefunden hätte.

Ich freue mich sehr, dass ihr meine Rezension gelesen habt und hoffe, dass wir uns ganz bald wiedersehen!
Eure Ilka



Mai 30, 2019 No Kommentare
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Ich bin Ilka - kreatives Fangirl, Bücherwurm, Filmmusikliebhaberin, Vanlife-Enthusiastin, Hobby-Fotografin und Bingewatcherin. Ein Mädchen mit der Liebe zu Wörtern, Büchern, Stiften und der Kreativität, die in uns allen steckt.
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