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Bastilkarton

Die Welt eines kreativen Booknerds

Die Midnight Chronicles habe ich wirklich sehr lange herbeigesehnt. Gleich sechs Teile eine neuen Reihe, von zwei meiner absoluten Lieblingsautorinnen bei meinem Lieblingsverlag- es war einfach absolut unfassbar und ich weiß auch noch genau, wie sehr ich mich gefreut habe, als mich "Schattenblick", der erste Teil, geschrieben von Bianca Iosivoni, erreicht hat- das war ein pures Glücksgefühl, das mich in diesem Moment durchströmt hat und noch immer denke ich daran, wenn ich dieses Buch in die Hand nehme. Und zu diesem puren Glücksgefühl gesellen sich nun gute Erinnerungen an die Geschichte selbst- denn auch, wenn ich anfangs etwas gebraucht habe, um in die Geschichte zu finden, so hat es meine Erwartungen nicht enttäuscht und mir schöne Lesestunden bereitet.





I N H A L T: 

Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft. 
Der Auftakt der Midnight Chronicles
449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich - sondern auch für ihr Leben...

(Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/romantische-fantasy/midnight-chronicles-schattenblick/id_7726758)


I N F O R M A T I O N E N   Z U M   B U C H


Titel: Midnight Chronicles- Schattenblick (Teil 1 der Reihe "Midnight Chronicles", Autor: Bianca Iosivoni (Laura Kneidl), Genre: Romantasy/Romantische Fantasy, Verlag: LYX,  Seitenanzahl: 448, Erscheinungsdatum: 26.08.2020 , ISBN: 978-3-7363-1277-7, Preis: 14,90 €


M E I N E   M E I N U N G

Roxy ist eine freie Huntress in London. Gemeinsam mit ihren anderen Hunterkollegen versucht sie, entflohene Seelen, Geister und andere Wesen wieder in die Unterwelt zu verfrachten und damit die Menschheit vor dem Unheil zu befreien und zu bewahren, dass die Wesen mit sich bringen. Zugegebenermaßen bin ich ein großer Liebhaber von Geschichten über Geister und entflohene Seelen. Es übt einen besonderen Reiz auf mich aus, da es noch bei weitem nicht so abgegriffen ist, wie andere Fantasyelemente und somit viel Potenzial bietet. Bianca Iosivoni hat das Übernatürliche für mein Empfinden sehr angenehm mit der "normalen Welt" verknüpft. Die Elemente aus beiden Welten haben sich die Hand gereicht, ohne, dass eine Seite zu aufdringlich war. Das "echte Leben" trifft auf Roxys mehr oder minder geheimes Leben und ihre Tätigkeit bei Nacht. Dadurch war es sehr einfach, sich mit ihr und ihrem Leben zu identifizieren und bot, gerade auch im Hinblick auf das Knistern zwischen Roxy und Shaw die Möglichkeit, die Entwicklungen nachzuvollziehen, jedoch mit einem gewissen Extra, was die Story aufregender und interessanter gemacht hat.

Der Schreibstil von Bianca Iosivoni ist mir mittlerweile sehr vertraut und ich mag es sehr, wie locker und alltäglich sie über die Dinge berichtet, wodurch es immer sehr einfach ist, der Geschichte zu folgen und durch die Seiten zu fliegen. Zwar mag ich ihren Schreibstil in Kombination mit einer reinen New Adult Geschichte etwas lieber, da manche Gespräche für mich nicht ganz in das Genre gepasst haben, dennoch mag ich die Art und Weise, wie sie Dinge erzählt und sich in Personen hineinversetzt. 

Mit Roxy musste ich lange Zeit erstmal warm werden, denn ich bin nie richtig aus ihr schlau geworden. Sie ist distanziert, gleichzeitig aber auch immer auf der Suche nach neuen Abenteuern und neuen Bekanntschaften, wenn auch manchmal nur für eine Nacht. Sie ist verfressen und wenn es um Nachtische geht geradezu verspielt, gleichzeitig jedoch hart und recht kühl. Mir hat ihr Humor etwas gefehlt, denn das ist es, was Bianca Iosivonis Bücher sonst eigentlich immer auszeichnet (ich erinnere mich da sehr positiv an "Feeling Close to you"!). Auch Shaw, der eigentlich immer wieder einige Sprüche geklopft hat, konnte mich nicht wirklich zum Schmunzeln bringen, was ich schade finde- denn das hätte das Buch für mich noch einen Tacken besser gemacht.

Ich mag den Handlungsverlauf in Relation zur erzählten Zeit. Es war nicht zu überstürzt, manchmal fast eher zu langsam, denn gerade zu Beginn des Buches wusste ich nicht, wohin die Geschichte eigentlich möchte, was mit Roxy und Shaw passieren wird und wie alles miteinander verbunden ist. Ich möchte nicht zu viel von der Handlung vorne weg greifen, weswegen ich an dieser Stelle nicht allzu viel über das Ende sagen kann, aber das Mysterium dröselt sich langsam auf und Roxy Verhalten und ihre Art ergeben immer mehr Sinn. Auch Shaw fügt sich immer weiter in das Gesamtkonstrukt ein und erarbeitet sich seinen Platz im Geschehen- und im Herzen des Lesers. Denn im Gegensatz zu Roxy ist er mir sofort sehr viel sympathischer gewesen und war offen und ehrlich. Das Ende hat einen auf jeden Fall etwas leer zurückgelassen, ich weiß, dass ich definitiv den nächsten Teil lesen muss. Die Stränge- Roxy Bruder Niall, die entflohenen Seelen, das, was mit ihrer Mentorin geschehen ist- alles fügt sich in ein Bild zusammen und löst die Situation zunächst schlüssig. Auch das zwischen Shaw und Roxy entwickelt sich realistisch, nicht zu überstürzt, fügt sich gut in das Bild ein, ohne zu Aufdringlich zu sein. Der Fokus wechselt sehr angenehm zwischen den zwischenmenschlichen Beziehungen und der Arbeit als Hunter und den drohenden Gefahren und alles ist gespickt von vielen interessanten, aufregenden und kribbelnden Momenten.

Generell schätze ich die Welt, die Bianca Iosivoni und Laura Kneidl erschaffen haben, sehr wert. Ich mag die verschiedenen Huntergattungen, die Wesen, die Besonderheiten jedes einzelnen, die verschiedenen Blicke und alles andere, was zum Hunteruniversum gehört. Es ist zwar nichts, was einem vom Hocker reißt, aber es ist einfach sehr nett und sehr angenehm und interessant zu verfolgen. Die Nebencharaktere runden das Bild ab und sind allesamt abwechslungsreich und dennoch perfekt aufeinander abgestimmt, sodass es einfach angenehm ist, mehr oder minder ein Teil der Gemeinschaft zu werden.

Alles in einem mochte ich "Schattenblick" also wirklich sehr sehr gerne. Ich mochte die Welt, in der es spielt, sympathisiere mit den Charakteren und habe mich in dem zeitlichen Verlauf sehr wohlgefühlt. Das Ende hat mir sehr viel Freude auf den nächsten Band gemacht und ich kann es kaum erwarten, noch weitere fünf male in das von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl geschaffene Universum eintauchen zu dürfen!


Bewertung: 4 von 5 Sternen 


Von Herzen vielen Dank an den LYX Verlag für die Bereitstellung dieser grandiosen Bloggerbox!❤️

September 26, 2020 No Kommentare
Kelly Oram hat mich mit "Cinder&Ella" damals vollkommen überzeugt. Dieses Buch zähle ich bis heute zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich würde es auch immer wieder jedem ans Herz legen. Dementsprechend aufgeregt war ich, "V is for virigin" zu lesen, auch, wenn ich skeptisch war, was die Thematik des Buches anbelangte. Und grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen- doch besonders in Anbetracht der Debatten und kontroversen Meinungen über dieses Buch, kann ich es nicht uneingeschränkt empfehlen.







Inhalt:

Valeries Herz ist gebrochen. Ihr Freund hat sie verlassen, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte, sondern damit bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte bei YouTube viral geht, wird die Siebzehnjährige landesweit unter dem Namen Virgin Valbekannt. Das Chaos scheint perfekt, als dann auch noch Rockstar Kyle Hamilton vor ihr steht: Der Leadsänger der Band Tralse hat es sich zum persönlichen Ziel gemacht, sie zu verführen. Doch mit einer Sache hat Kyle nicht gerechnet: Val bereitet ihm ganz schönes Herzklopfen ...

(Quelle: https://www.luebbe.de/one/buecher/junge-erwachsene/v-is-for-virgin/id_7726011)

Meinung:

Grundsätzlich hat mich das Buch unterhalten und ich habe es gerne gelesen. Den Schreibstil von Kelly Oram mag ich noch immer sehr gerne, da er ermöglich, durch die Seiten nur so zu fliegen, was besonders zum Ende hin der Fall bei mir war. Das Buch hat mich nicht heruntergezogen, sondern entpuppte sich als leichte, stellenweise humorvolle Geschichte.

Mit der Thematik bin ich aber immer noch nicht wirklich warm geworden. Auch, wenn ich Valeries Vorhaben an sich verstanden habe und es auch wichtig finde, dass es Menschen wie sie gibt, die besonders jungen Leuten den Druck herausnehmen wollen, dass jeder Sex in jungen Jahren haben muss, fand ich ihre Art, wie sie ihre Aktion und ihre Entscheidung, bis zur Ehe Jungfrau zu bleiben, vermarktet und vertreten hat, stellenweise etwas widersprüchlich und nicht verständlich.
Denn wie ihr Exfreund Zach sie behandelt hat, war nicht richtig. Ihre Reaktion darauf, offen damit umzugehen, noch Jungfrau zu sein, war tough und hat viel Mut erfordert. Sie selbst hat darauf gehofft, dass Menschen sie und ihre Entscheidung vertreten, ist aber nicht allen Menschen mit dem Verständnis begegnet, wie sie es von ihnen erwartet.
Sie macht ihrer Freundin eine Szene, als diese erzählt, mit ihrem Freund geschlafen zu haben. Für meinen Geschmack hat sie den Leuten ihr eigenes Zölibat zu sehr aufgezwungen und es auch sehr plakativ gelebt. Andererseits hatte sie aber nicht einmal Verständnis für Menschen, die aus religösen Gründen auf den Sex vor der Ehe verzichten. Als ein Mädchen in ihrer Schule, Robin, die Mormonin ist, ihre Unterstützung ausdrückt, weiß Valerie es nicht wirklich zu schätzen sondern tut es damit ab, dass es ja klar sei, dass sie und ihre Gemeinde sie unterstützen, da es religiös ja nicht erlaubt sei. Was ihre Reaktion absolut nicht rechtfertigt, denn es ist noch immer eine eigene Entscheidung. Eine Entscheidung, so, wie sie sie auch getroffen hat.

Und ich fand das nicht okay. Sie war das Vorbild einer ganzen Nation, hat sich aber nicht so verhalten. Das hat sie mir unsympathisch gemacht und es mir erschwert, mich wirklich in ihre Situation hineinzufühlen. Generell hatte ich oft Schwierigkeiten, ihre Entscheidungen zu verstehen und mich mit ihr zu identifizieren. Ich empfinde sie als sehr verbissen und distanziert, manchmal humorlos, obwohl sie als eine witzige Person dargestellt wird. Sie ist strebsam in einem Maße, dass ich schon unangenehm finde und hätte mir gewünscht, dass sie etwas verletzlicher, normaler, lieber gewesen wäre. Ich weiß nicht einmal genau, woran es lag, aber gerade in Kombination mit Kyle konnte ich nicht verstehen, was er eigentlich so toll an ihr findet.
Apropos Kyle. Kyle, der Rockstar, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Valerie entgegen ihrer inneren Überzeugungen, zu entjungern, war mir auch nicht wirklich sympathisch. Erst ganz am Ende wurde mir klar, was seine Rolle in diesem Buch eigentlich ist, denn davor empfand ich ihn eher als lästig. Zudem war mir nicht klar, was für einen Reiz er auf Valerie ausgeübt hat, denn es war von vorneherein klar, dass sie mehr oder minder nur seinen Jagdtrieb weckt, er sie entjungfern möchte und sich erst dann zufrieden gibt. Kein guter Charakterzug in meinen Augen, sodass er immer etwas unten durch bei mir war.
Auch Valeries beste Freundin, Cara, hat für mich nicht das Bild einer besten Freundin erfüllt, das ich habe. Sie hat sich Val gegenüber unfair verhalten, war sehr ich-bezogen und hatte wenig Verständnis für Dinge, die nicht ihrer Meinung entsprechen. Gleichzeitig fand ich ihre Neugierde manchmal wirklich sehr anstrengend.
Dennoch mochte ich dieses Buch. Irgendwie. Denn abgesehen von all den Dingen, die in diesem Buch nicht ganz perfekt waren, so ist es dennoch noch immer eine wunderbare Coming-of-Age-Story mit einer starken Protagonistin, die sich von der Masse abhebt, dies aber ganz bewusst nutzt, um anderen Menschen in einer ähnlichen Situation wie ihrer zu helfen. Die Streitereien zwischen Kyle und Valerie sind so aufgesetzt und einige Charaktere sind mir öfters als sehr unsympathisch erschienen, doch trotzdem ist das Buch für den Sommer perfekt- leicht, locker zu lesen und mit der Kelly-Oram-typsichen Prise "Die Berühmtheit verliert ihr Herz an jemanden außerhalb seines Kreises". 

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen








August 29, 2020 No Kommentare
"Truly" war eines der Bücher, auf das ich mich am allermeisten gefreut habe dieses Jahr. Ava Reed ist mir nicht nur als Bloggerin schon vor langer Zeit ans Herz gewachsen, sondern auch ihre Bücher haben immer wieder Teile meines Herzens berührt, die sonst von Worten nur selten erreicht werden. Ihre Bücher- immer voller Gedanken und liebevoller Worte- gehen unglaublich tief, ohne einem außerhalb der eigenen Komfortzone zu begegnen.
Und auch genau das findet man wieder in "Truly", einen Schreibstil, der wunderschön detailliert und malerisch ist, mit so vielen Gedanken, Ängsten und Gefühlen gespickt, das ein hohes Maß an Authentizität erreicht wird. Vielleicht hätte in diesem Buch auf der Handlungsebene mehr passieren können- doch die Geschichte von Andie und Cooper fühlte sich echt an. Wie das reale Leben, in dem es eben nicht immer auf die ganz großen Gesten ankommt. Sondern um all die unausgesprochenen Worte und Taten, die zeigen, wie sehr man einen Menschen liebt. Die kleinen Dingen, die zeigen, die man vielleicht nicht schafft in Worte zu fassen, weil einem so viel im Wege steht- die Ängste, die Vergangenheit. Das Leben.



Inhalt:

Wenn meine Welt stillsteht, dreht sich deine dann weiter?
Kein Job, keine Wohnung, kein Geld – so kommt Andie nach Seattle. Hier will sie sich ihren Traum erfüllen und endlich zusammen mit ihrer besten Freundin an der Harbor Hill University studieren. Während Andie darum kämpft, das Chaos in ihrem Leben in den Griff zu bekommen, trifft sie auf Cooper, der sie mit seiner schweigsamen Art gleichermaßen anzieht wie verwirrt. Und obwohl Andie genug Sorgen hat, lässt er sie einfach nicht los. Sie will wissen, wer Cooper wirklich ist. Aber sie merkt schnell, dass manche Geheimnisse tiefere Wunden hinterlassen als andere …

entnommen von: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/truly/id_7542470?ver=LYX&etcc_cmp=Special%2FProgrammvorschau%20LYX_Truly&etcc_plc=Landingpage&ir_name=Special%2FProgrammvorschau%20LYX


Meinung:
Andie und Cooper waren authentisch und perfekt unperfekt. Andie hatten ihren eigenen Stil, ihren Ordnungstick, der sie herrlich echt gemacht hat. Ein Mädchen, das sich nicht hat unterkriegen lassen, aber eher stiller, dennoch intelligent und einigermaßen zielstrebig ist. Manchmal war sie mir zu farblos- aber es passte zu ihr. Sie ist eben ganz anders als ihre beste Freundin June, die immer sagt, was sie denkt und auch sonst zu Übersprungshandlungen neigt. Ich muss ehrlich sagen, dass sie nicht ganz mein Fall ist- sie ist mir zu viel. Mason hingegen, der Besitzer der Bar, in der Andie arbeitet, ist einer meiner absoluten Lieblingscharaktere gewesen. Dementsprechend doll freue ich mich auf "Deeply"!
Aber kommen wir zurück zu Cooper. Er war mir etwas zu mysteriös muss ich zugeben und lange Zeit hatte ich Probleme, hinter seine Fassade zu schauen. Ich fand seine Angst etwas zu durchschnittlich. Das klingt jetzt so böse in Anbetracht der grausamen Tatsache, die jener zu Grunde liegt, aber es ist leider ein New Adult Klischee, das dieses Buch nicht gebraucht hätte. Es hat mich einfach nicht umgehauen- und das finde ich schade. Demensprechend mag ich ihn, habe aber mein Herz leider nicht an ihn verloren (es gehört Mason. Ich geb's zu).


Generell ist mir, wie bereits zu Beginn erwähnt, auf der Handlungsebene etwas zu wenig passiert. Ich mochte die Szenen aus dem Club unglaublich gerne und hätte mir davon mehr gewünscht. Ich bin niemand, der auf das große Drama steht, aber ein bisschen mehr hätte der Geschichte nicht geschadet. Aber wie gesagt, dadurch wurde das Buch für mich unglaublich authentisch. Denn sind wir mal ehrlich, die meisten New Adult Geschichten sind echt oft sehr weit von der Realität entfernt. "Truly" beweist, dass es auch anders geht. Eine Liebesgeschichte, leicht und simpel, die genau damit überzeugt. Dennoch gab es für mich zu wenig Kommunikation zwischen Andie und Cooper. Die beiden mochten sich, ohne groß miteinander gesprochen zu haben. Es gab da diese Anziehung, aber die Kommunikation lief viel über ihre extrovertierteren Freunde ab. Das hat mich gestört. Denn es ist wenig passiert, und diesen Raum hätte man gut mit Gesprächen füllen können.




Der Schreibstil von Ava Reed ist aber einfach unglaublich toll. Besonders zu Beginn des Buches war ich ganz verzückt von den Worten, die sie gefunden hat, um Andies Umgebung zu beschreiben. Alles zeichnete sich deutlich vor meinem inneren Auge ab und immer wieder gab es Zitate, die ich mir gemerkt habe, da sie so alltagstauglich sind und Dinge beschreiben, die jeder kennt- nur in einem Wortkonstrukt, das niemand besser bauen kann als Ava.


Jedoch hätte ich mir größere Unterschiede zwischen den Erzählperspektiven von Andie und Cooper gewünscht. Cooper hatte eine ähnliche "innere Stimme" wie Andie, was mich manchmal irritiert hat. Natürlich neigt man schnell dazu, die beiden anzugleichen, trotzdem hat mich das etwas gestört. Auch, dass die explizite Szene hintereinander zweimal erzählt wurde- nur einmal aus ihrer und einmal aus seiner Perspektive- hätte ich jetzt nicht zwingend gebraucht. Ganz allgemein kam mir die Szene zu spät, sodass ich auch ganz auf sie hätte verzichten können. Denn so wirkte es leider ein bisschen wie ein Punkt auf einer To-Do-Liste, den man noch abhaken muss, um das Genre vollkommen zu erfüllen. Nicht schlecht geschrieben, aber generell nicht wichtig für mich.


Fazit: Grundsätzlich empfehlenswert. Gerade jetzt für den Sommer eine leichte Lektüre für Zwischendurch, die mit ihrer Authentizität und dem Schreibstil voller Gedanken und schöner Zitate überzeugt. Man darf jedoch weder große Plottwists, noch viele Dialoge zwischen den Protagonisten oder Drama erwarten. Aber all das hat seinen Reiz, der definitiv nicht unterschätzt werden sollte.

Juni 27, 2020 No Kommentare
Eine Nacht in einem Baumhaus, umgeben von einem lauschigen Blätterdach, kuschlig warm in einer Decke eingehüllt, abgeschnitten vom Rest der Welt... klingt das nicht einfach absolut wundervoll? Ich für meinen Teil war von der Idee vollkommen angetan und habe deswegen versucht, all das so gut wie möglich in einer Miniversion eines Baumhauses einzufangen- und da ich selbst letztlich keine passende Anleitung im Internet gefunden habe, dachte ich, dass ich euch hiermit vielleicht helfen könnte!






Material:





  • Tapasstäbchen (circa 100 Stück für das gesamte Dach)
  • Papier in Holzoptik (ich habe für das Haus und für die Podeste zwei verschiedene "Holzarten" verwendet)
  • 2 dicke Äste 
  • Kunstpflanzen (kann man auch aus Krepppapier o.ä. basteln, aber ich habe gekaufte verwendet)
  • Satéspieße 
  • viel dicke Pappe (zum Beispiel von einem alten Karton von Onlinebestellungen)
  • Eine Lichterkette in "Seiloptik"
  • Naturfaden
  • Ein elektrisches Teelicht mit Batterie (meistens wird es zusammen geliefert)
  • "Leaf Ribbon" (letztlich ein Band in Pflanzenoptik)
  • zwei kleine Notizzettel (für die Kissen im Innenraum)
  • flauschige Wolle/Papier in Felloptik (für eine Decke o.ä.)
"Werkzeuge":
  • ein kleines Messer zum Schneiden der dicken Pappe (hatte gerade kein Teppichmesser zur Hand)
  • Schneideunterlage
  • Schere
  • (Heiß-)Klebe
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Stricknadel
  • Paintmarker (Acrylstifte)
  • Klebefilm

Und los geht's! 


  1. Die Pappe für die Grundlage des Baumhauses zuschneiden. Für die langen, schmalen Seiten des Hauses habe ich Pappe in den Maßen 12x7 cm verwendet,  für die kürzeren, breiten Seiten habe ich 2 Papprechtecke in den Maßen 8x7 cm verwendet.




2. Die zuvor zugeschnittenen Papprechtecke mit dem Papier in Holzoptik bekleben. Ich habe dafür doppelseitiges Klebeband verwendet.
  3. Die Rechtecke an den Seiten mit der Heißklebepistole festkleben (theoretisch ginge dies auch mit Klebelaschen, ist aber deutlich anstrengender. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um sehr feste Pappe handelt, würde ich an dieser Stelle immer zur Heißklebe raten)          

4. Weiter geht's mit dem Dach. Für die Dachteile habe ich nochmal 2 Rechtecke in den Maßen 12x7 cm zugeschnitten. Um den Eindruck von Schindeln zu erzeugen, habe ich mich für Tapasstäbchen entschieden. Diese werden mit den Acrylstiften bemalt (ich habe 4 verschiedenen Abstufungen von Blautönen genommen, um eine Art Ombre Effekt zu bekommen und somit das ganze Dach einfach interessanter zu gestalten. Dann den Stab unterhalb des "breiten Kopfes" abschneiden, bis du für ein Dach circa 50 (genau sind es glaube ich 48 oder 47) dieser Stäbe hast. Das dann für das zweite Dachstück wiederholen. 
Die erste Farbstufe hatte bei mir 13 Stäbchen, die zweite 12, die dritte wieder 13 und die vierte wieder 12, da ich die Schindeln versetzt geklebt habe).



5. Nun musst du die Tapasstäbchenköpfe auf deinem Dachteil festkleben (dieses Pappstück dient zur Demonstratation. In "Echt" sind die Verhältnismäßigkeiten natürlich anders!). Achte darauf, die Stäbchen alle in die selbe Richtung auszurichten (um das zu verdeutlichen habe ich mal ein ganzes Stäbchen daneben gelegt). Mit Heißklebe auf der Pappe befestigen und die zweite Reihe minimal versetzen (also so, dass ein Stäbchen von der Hälfte des oberen linken zur Hälfte des oberen rechten reicht).


6. So soll das fertige Dach aussehen. Dass es schief ist, liegt vor allen Dingen daran, dass ich Linkshänderin bin und nicht alles immer überblicken konnte. Und auf dieser Seite habe ich nicht alle Stäbchen immer konsequent in die selbe Richtung ausgerichtet- an der anderen Dachseite habe ich das aber getan und für besser befunden.

7. Widmen wir uns jetzt der Basis, sozusagen dem "Fuß" des Baumhauses. Als Grundlage habe ich rundes (naja, es ist mehr ein Ei geworden) Stück sehr fester Pappe, auch fester als die Pappe, die ich für das Haus verwendet habe. Ich habe einen alten Apfelkarton genommen, die war wirklich extrem fest. Darauf habe ich die beiden dicken Äste mit der Heißklebe geklebt. Ihr müsst einfach gucken, wie genau es passt, wo genau ihr das Baumhaus haben möchtet und das zweite Platau. Ich habe da immer ein bisschen hin- und herprobiert, bis es mir gefallen hat.
 Drumherum habe ich mit Heißklebe die Lichterkette in Seiloptik in einer Art Schnecke festgeklebt und immer darauf geachtet, dass die Lampen nach oben zeigen. Von meiner Kunstpflanze habe ich einige Triebe abgeschnitten und sporadisch zwischen die Seile geklebt (Heißklebe). 




8. Auf das kleinere Ästchen kommt ein Papprechteck, wieder mit Pappe beklebt. Die Maße musst du tatsächlich selbst abschätzen- ich hab einfach irgendwas zugeschnitten, ohne wirklich zu messen. Auf den größeren Ast kommt das Baumhaus. Das musst du natürlich vorbereiten. Das Dach wird nach Gefühl schräg auf die Oberseite geklebt, zur verbesserten Stabilität habe ich oben in die Klebenaht einen Tappasstab geklebt, und ich mag den farblichen Kontrast. Das ganze Baumhaus habe ich auf eine, zuvor mit Holzoptik beklebten, Pappstück geklebt, dass zu allen Seiten circa 2 cm größer ist als das fertige Baumhaus.
Die untere Basis mit viel, und hier meine ich wirklich VIEL, Heißklebe, an die Oberseite des Astes kleben. Und übe dich in Geduld und halte alles gut fest, bis es wirklich klebt. Es ist etwas anstrengend, so lange so ruhig zu sitzen, aber es lohnt sich, glaub mir!



9.  Widmen wir uns jetzt der Leiter. Sicherlich hast du immer noch einen ganzen Haufen der Unterteile der Tapasstäbchen bei dir auf dem Schreibtisch liegen. Schmeiß' die auf keinen Fall weg, denn die brauchst du genau jetzt! Nimm dir zwei dieser Stäbe und nimm zusätzlich einen Satéspieß zur Hand (Schaschlikspieße oder Zahnstocher gehen natürlich auch). Schneide diese in 1,5 cm lange Stücke und klebe sie in regelmäßigen Abständen (das habe ich vollkommen nach Augenmaß gemacht) mit Heißklebe auf die Tapasstäbchen. Die Leiter mit Heißklebe an der kleinen Pappplatte und dem Plateu des Baumhauses festkleben.


10. Jetzt kommen eigentlich nur noch die Details. Die Vorderseite des Daches habe ich mit zwei blau bemalten Tapasstabunterseiten beklebt, damit man nicht so in die Pappinnenseite hieinschaut. Um den Stamm habe ich mein Blattband gebunden und geklebt, nur für ein kleines extra Detail.





11. Optional ist die Innengestaltung. Dafür mit dem Messer eine Tür in die Vorderseite des Baumhauses schneiden (drumherum habe ich wieder mit einem bemalten Tapasstab Akzente gesetzt), und durch die Öffnungen oben ein elektrisches Teelicht, und die kleinen Kissen sowie eine kleine Decke einfügen. Oben an die Decke habe ich noch ein paar Sterne geklebt.

Kissen basteln: Ich habe mir kleine Notizzettel genommen, sie in der Mitte so halb geknickt und nach Augenmaß die Unterseite abgeschnitten. Die offenen Seiten habe ich mit Tesafilm festgeklebt und dann mit viel Fingerspitzengefühl verklebt. Die Seiten sollten nun alle etwas rundlich geknickt sein, sodass man sie hervorragend mit den Fingern leicht eindrücken kann (wie gesagt, ist etwas frickelig und kann auch mal schiefgehen, aber lass dich nicht unterkriegen!)




Die Kuscheldecke: ich habe mir ganz kuschelige Wolle genommen (Nadelstärke 9) und etwa 4 Maschen breit und 12 Maschen hoch stricken. 

Zu guter letzt noch die Seilleiter. Dafür einfach zwei gleich lange Stücke Naturfaden nehmen und wieder 1,5 cm lange Stücke Satéspieß wie oben bei der Leiter beschrieben mit Heißklebe daran befestigen. Die fertige Leiter dann auch wieder mit Heißklebe an das Plateau kleben.



Und fertig ist dein eigenes kleines Baumhaus! Perfekt für eine abendliche Beleuchtung und unendlich viele Möglichkeiten, es zu personalisieren oder nach den eigenen Vorstellungen zu verändern. Ich habe in etwa 10 oder 12 Stunden dafür gebraucht, es variiert aber, je nachdem, ob man das Dach wirklich mit den Satéspießen macht oder einfach ein passendes Stück Papier zur Hand hat.
Wenn du Fragen hast, dann schreib' mir doch gerne einen Kommentar, eine Email oder eine Direct Message bei Instagram!

Viel Spaß beim Nachbasteln,
Ilka




Mai 31, 2020 No Kommentare
Die "Again-Reihe" ist für mich so viel mehr als nur eine Buchreihe. Sie ist ein zweites zu Hause. Eine Wohlfühlatmosphäre, die man niemals wieder loslassen möchte. Die Ansammlung wunderbarer Liebesgeschichten, jede einzelne voller Gefühl und Liebe, ohne jemals zu klischeehaft oder plakativ zu wirken. Dementsprechend waren die Erwartungen an "Dream again" hoch. Doch das, was ich nicht, für möglich gehalten habe, ist geschehen: dieser Teil der Reihe hat die anderen übertroffen und wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben.





Klappentext:
Sie haben den Glauben an ihr Glück verloren – doch gemeinsam lernen sie wieder zu träumen 
Jude Livingston ist am Boden zerstört: Ihr großer Traum, als erfolgreiche Schauspielerin in L.A. durchzustarten, ist geplatzt. Ohne Job und ohne Geld bleibt ihr keine andere Wahl, als zu ihrem Bruder nach Woodshill zu ziehen – und damit auch in die WG ihres Ex-Freundes Blake Andrews. Schnell merkt Jude, dass aus dem humorvollen Jungen von damals ein gebrochener Mann geworden ist, der ihr die Trennung nie verziehen hat. Doch die Anziehungskraft zwischen ihnen ist heftiger als je zuvor. Und schon bald müssen sich Jude und Blake fragen, ob sie bereit sind, ihre Herzen erneut zu riskieren … 
Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/dream-again/id_7633721

Informationen zum Buch:

Titel: Dream again (Teil #5 der Again-Reihe) - Verlag: LYX - Preis: 12,90 € - Genre: New Adult - Ausgabeform: Paperback- Seitenanzahl: 472 - EVT: 23.03.2020 - Altersempfehlung: ab 16 Jahren - ISBN: 978-3-7363-1187-9





Meinung:

Jude und Blake waren ein absolutes Herzenspaar von mir. Beide waren so kaputt- nicht negativ gemeint, sondern einfach vom Leben gezeichnet. Gescheitert, von sich selbst enttäuscht worden. Sie mussten sich Fehler eingestehen, waren nicht unfehlbar. Aber genau das hat sie so liebenswürdig gemacht- sie waren perfekt unperfekt. Ich musste beim Lesen des Buches immer an die Analogie von zwei Scherben denken, die sich wieder zusammensetzen und dadurch perfekt ergänzen. Und ich finde noch immer, dass es das wirklich gut trifft.

Jude ist grundsätzlich lebensfroh, jedoch ist ihre Zeit in L.A. als Schauspielerin wirklich unschön geendet, weswegen sie eigentlich nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Dennoch ist sie ein wahnsinnig offener und herzlicher Mensch, der schnell Vertrauen gewinnt und versucht, darauf zu achten, dass sich die Menschen in ihrem Umfeld, besonders Blake, wohlfühlen.
Blake ist Sportler und durch die Trennung und andere Geschehnisse in seinem Leben etwas verbittert. Dennoch verbirgt sich unter der harten Schale ein enorm toller Kern- einer meiner absoluten Herzensprotagonisten, da er nicht idealisiert ist, sondern Gefühle zeigt und verschweigt, aber wenn er sich öffnet, unglaublich viel Herzensgüte und Fürsorge offenbart.



Die beiden waren schon einmal ein Paar, doch ihre Trennung war verbunden mit viel Schmerz, Wut und unausgesprochenen Worten. Zwischen ihnen standen so viele Dinge, die besonders den Anfang der Geschichte prägten und auch nie ganz vergessen wurden. Ohne zu redundant zu wirken, wurde immer mal wieder die alten Wunden aufgerissen, ohne zu lange darin herumzustochern. Vergangenheit und Zukunft haben sich auf angenehme Art und Weise miteinander vermischt und sich ergänzt. 

Es gibt einige Dinge, die man letztlich bei jedem Buch der Again-Reihe lobend hervorheben kann und ich werde auch niemals müde, dies zu tun. Ich liebe das Setting. Woodshill ist wirklich eine Art zweites Zuhause geworden, da ich schon so viele wunderbare Lesestunden dort verbracht habe und es wahnsinnig lebhaft und real für mich geworden ist. Was würde ich dafür geben, einmal mit einem heißen Karamell Latte über den Campus schlendern zu dürfen.
Die Charaktere in ihrer Gesamtheit sind toll. Ich habe mich immer sehr über die Szenen gefreut, in denen man ein Wiedersehen mit den Protagonisten der anderen Bücher hatte. Ich werde nie genug von ihnen bekommen und habe auch bei ihnen alle das Gefühl, sie schon ewig zu kennen. Eine reale fiktive Welt zu erschaffen, die dem Leser praktisch in Fleisch und Blut übergeht, ist sicherlich keine einfache Aufgabe, doch Mona Kasten hat es gemeistert.

"Dream again" ist sicherlich kein Buch, in dem man die größte Spannung oder Highschool Drama erwarten darf. Wer danach sucht, ist hier vielleicht falsch, doch ich kann nur jedem dieses Buch ans Herz legen. Denn es ist absolut lesenswert!
 Die Geschichte wirkt auf mich erwachsener als andere Teile der Reihe. Dadurch, das Blake und Jude beide schon einiges mit sich herumschleppen und sich mehr oder minder so durch das Leben boxen, ist es sicherlich nicht so humorvoll wie "Trust again", in dem Spencer immer einen kessen Spruch auf den Lippen hatte. Doch das macht den Charakter dieses Buches aus- tiefgehend, emotional, aber nicht erdrückend oder deprimierend.

Dadurch, dass Jude und Blake sich schon von früher kennen, bereits im Teenageralter befreundet und letztlich ein Paar waren, baute die Geschichte auf einer weniger oberflächlichen Basis auf. Generell mag ich in Liebesgeschichten, wenn sich die Paare vorher schon kennen, beste Freunde oder zumindest im selben Freundeskreis sind. Dadurch baut ihre ganze Beziehung zueinander auf viel tieferen Dingen auf als der anfänglichen Attraktivität. Blake und Jude verbindet viel, verdammt viel, das merkt man auf jeder Seite des Buches. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt, mit einem wirklich realistischen Zeitverlauf. Die Handlung wirkte nicht überstürzt, sondern war authentisch und die Stimmungsänderungen waren nachvollziehbar erklärt und nicht aus der Luft gegriffen.

 Man wurde immer mehr Teil der Geschichte, fieberte mit, hatte das Gefühl, alles mitzuerleben. Ich habe das Ende des Buches unglaublich in die Länge gezogen- schlicht und ergreifend, weil ich es nicht über mich gebracht habe, mich von Blake und Jude zu trennen. Ich war einfach noch nicht bereit, Woodshill und der "Again-Reihe" den Rücken zu kehren, da "Dream again" ja der vorerst letzte Teil der Reihe ist. Und nur, weil ich es jetzt beendet habe, heißt es nicht, dass ich mit der Reihe oder dem Buch abgeschlossen habe- ich glaube, so ganz werde ich es nicht schaffen (und auch nicht wollen!), Woodshill hinter mir zu lassen.

Insgesamt also wirklich eine absolute Herzensempfehlung von mir. Ohne großes Drama überzeugt dieses Buch mit einer tiefgehenden Liebegeschichte zwischen zwei Charakteren, die vom Leben gezeichnet sind, perfekt unperfekt sind und die so viel mehr verbindet als nur eine körperliche Anziehungskraft. 

Bewertung:
5 von 5 Sterne, von ganzen Herzen

Mai 05, 2020 No Kommentare
Nica Stevens hat die Angewohnheit, mich mit ihren Büchern positiv zu überraschen. Denn bei "Morgen wirst du bleiben" war ich vollkommen begeistert von der ungeahnten Tiefgründigkeit und Unkoventionalität, die sich im Laufe der Geschichte offenbarte. Auch "Midnightsong" konnte mich in einem Maße begeistern, dass ich nicht erwartet habe. Eine sommerlich leichte, lockere Liebesgeschichte, die ich wirklich empfehlen kann.





Allgemeine Informationen:

Titel: Midnightsong- Es begann in New York | Autor: Nica Stevens |Verlag: Carlsen | Genre: Liebesroman | ISBN: 978-3-551-31852-7  |Seitenanzahl: 336 | Ausgabeformat: Softcover/Paperback | Erscheinungsdatum: | Preis: 13,00 €

Inhalt:

Lynns Leben verändert sich schlagartig, als die berühmte Band "Reanimation" aufgrund einer riesengroßen Fanansammlung in dem Cafe ihrer Schwester Emily landet. Auch wenn ihr die Situation total unangenehm ist und sie sich am liebsten der Szenerie entziehen würde, kommt sie mit dem Sänger der Band, Ryle, ins Gespräch. Der Besuch im Café endet schnell, doch die Beiden können sich so schnell einfach nicht vergessen...




Meinung:

Das Buch hat mich in vielerlei Hinsicht positiv überrascht. Einerseits war ich mal wieder von dem Schreibstil von Nica Stevens begeistert. Denn sie schreibt sehr flüssig und ohne übertriebene Details, sodass man sich wirklich in die Protagonistin hineinfühlen kann, dennoch aber ohne weiteres das Buch schnell und ohne große Verzögerungen lesen kann. Besonders der Anfang hat mich überzeugt, da ich direkt mitten im Geschehen war und nicht erst meine Zeit brauchte, um mich in der Welt zurechtzufinden. Die Charaktere fühlten sich direkt ungewohnt vertraut an und die Exposition war spannend und aufregend, sodass ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht und gar nicht aufhören konnte, zu lesen. Es war nicht daran zu denken, das Buch zur Seite zur legen, und so war ich direkt im Bann dieses Buches.


Gleichzeitig hat mich der Plot mitgerissen. Das Buch konnte überzeugen auch ganz ohne übertriebenes Drama, explizite Szenen oder plakative Tiefgründigkeit. Die Geschichte beinhaltete die perfekte Balance zwischen Band- und Tourleben und Privatleben. All das wurde überzeugend vereint, es wurde zwischen gemeinsamen und "einsamen" Szenen gewechselt, wodurch der Zwispalt von Lynn zwischen den beiden Welten überzeugend zum Ausdruck gebracht wurde. Die Geschehnisse haben mich immer mal wieder überrascht und haben unerwartete Wendungen genommen, die einen zwar nicht komplett vom Hocker gehauen haben, dennoch aber dafür gesorgt haben, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Stellenweise war es mir fast schon zu viel heile Welt- auf Probleme und Sorgen ist nicht immer wirklich eingegangen worden und gerade ein Konflikt ist sehr schnell aus der Welt geräumt worden, was in der Realität vielleicht nicht ganz so einfach ist. 



Dennoch hat das dem Buch keinen Abbruch getan- ich mochte den Wohlfühlcharakter, den dieses Buch hat. Es deprimiert einen nicht, sondern hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Ich bin immer wieder gerne in die Handlung zurückgekehrt und fand es schade, als ich Ryle und Lynn verabschieden musste.



Was mich zu den Charakteren bringt, die mir allesamt zugesagt haben. Ryle hatte keinen übertriebenen oder provokanten Charme, war nicht arrogant oder verbittert. Seine sympathische, menschliche Art fernab der Medienpräsenz um ihn erklärten für mich, dass Lynn ihr Herz an ihn verloren hat. Es war nachvollziehbar, was sie gefühlt hat und wirkte ziemlich authentisch. Lynn hätte für meinen Geschmack noch gerne ein bisschen mehr Humor haben können, was für mich den Umgang mit den Jungs auch noch unterhaltsamer gestaltet hätte, doch ihre stille, verantwortungsvolle und zurückhaltende Art mit dieser hohen Begeisterungsfähigkeit für die Welt um sie herum und die Fotografie machten sie sympathisch und real. Ich empfand sie als relativ durchschnittlich, was im Kontrast zu Ryle, der ein normaler Mensch mit einem abnormalen Beruf war, hervorragend gepasst hat. Die Jungs, also die anderen Bandmitglieder von "Reanimation", waren meine persönlichen Favoriten aus dem Buch. Sie hatten Humor, haben gut mit Lynn, Ryle und den anderen harmoniert und konnten mich gut unterhalten. Immer wieder musste ich über ihre Wortwechsel schmunzeln, da sie mir allesamt unglaublich sympathisch waren. Ich wäre wirklich sehr interessiert daran, noch mehr Teile aus der Reihe zu lesen und mehr über die Lebens- und Liebesgeschichten der anderen zu erfahren.


Das Ende hat das Buch perfekt abgerundet. Es war zwar erwartbar aber dennoch unerwartet, was die Geschichte schön abgeschlossen hat. Man konnte die Beiden mit einem guten Gefühl verlassen und ich für meinen Teil war glücklich damit, wie Nica Stevens es gelöst hat.

Was ich zuletzt noch lobend hervorheben möchte, ist, dass Nica Stevens in ihren Büchern immer einen Bezug zu dem Titel herstellt. Oftmals geht der Zusammenhang zwischen Titel und Geschichte im Laufe anderer Bücher nicht wirklich hervor, doch bei ihr gibt es immer klare Referenzen. Dadurch finde ich es immer wieder spannend, herauszufinden, welcher Zusammenhang diesmal besteht, und der Titel erinnert mich nun immer an die Situation zwischen den Beiden, in dem der Titel das erste Mal erklärt wurde. Was wiederum dafür sorgt, dass ich mich gerne an das Buch und seine Handlung erinnere, wann immer ich es in meinem Regal stehen sehe.

Insgesamt eine wirklich schöne Geschichte für Zwischendurch. Vielleicht überzeugt es nicht mit einer unglaublichen Tiefgründigkeit, aber genau das hat das Buch für mich so perfekt gemacht. Der jugendliche, unverbrauchte Charakter, das leichte Gefühl beim Lesen und die abwechlsungsreiche Handlung haben das Buch für mich zu einem angenehmen Leseerlebnis gemacht. Sehr empfehlenswert!


Bewertung:

4,5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐☆


Herzlichen Dank an den Carlsen-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und für die Bloggerbox mit den wundervollen Goodies, die mich überraschend erreicht hat! Das Buch und die Backmischung haben mir viele tolle Lesestunden bereitet!













April 09, 2020 No Kommentare
Thriller sind normalerweise nicht ganz mein Terrain. Größtenteils fürchte ich mich tatsächlich etwas davor, da das Lesen für mich pure Entspannung ist und ich mich nicht unbedingt immer nach Nervenkitzel, Tod und Verderben sehne. Doch da mich der Soundtrack zu "Der DaVinci Code" alias "Sakrileg" verzaubern konnte und ich immer den Film schauen wollte, habe ich mich dazu entschlossen, im Voraus doch erst einmal das Buch zu lesen- und ich bin definitiv froh, es getan zu haben!

Klappentext:

Auf der Suche nach dem Da Vinci Code ...
Robert Langdon ist Symbolforscher und lehrt als Professor an der Harvard Universität in Cambridge. Als er beruflich nach Paris reist, wird er dort in einen seltsamen Fall verstrickt. Mitten in der Nacht erhält er einen Anruf, dass der Museumsdirektor des Louvre, mit dem er für diesen Abend verabredet war, ermordet wurde. Zwar bittet die Polizei Langdon um seine Unterstützung, da sich am Tatort seltsame Symbole und Zeichen befinden, allerdings ist er selbst schon mitten ins Fadenkreuz der Ermittler geraten. Zusammen mit der Verschlüsslungsexpertin Sophie Neveu entkommt er der Polizei und folgt Saunières versteckten Hinweisen, die auf eine noch viel größere Verschwörung deuten. Schon längst ist ihm nicht mehr nur die Polizei auf den Fersen ...


Meinung:

Ich habe mich beim Kauf für die Neuauflage beim One-Verlag entschieden. Um ehrlich zu sein weiß ich nicht unbedingt, wo der Unterschied liegt, da der Plot nicht verändert worden ist, jedoch war ich mit meiner Ausgabe mehr als zufrieden, da sich im Mittelteil des Buches noch einige Fotos zu beschriebenen Handlungsorten befinden, die meine Vorstellungskraft unterstützt haben und das Leseerlebnis enorm erhöht haben.
Denn dass es sich um einen Thriller handelt, habe ich eher weniger gemerkt. Für mich war es vielmehr in einer fiktiven Geschichte verpacktes Wissen und die Spurensuche danach. Denn der Fall stellt sich als ziemlich knifflig und verworren heraus. Rätsel müssen gelöst werden und all das auf den Spuren von DaVinci, seinem Leben und seinem Schaffen. Immer mal wieder war im Buch die Rede von bestimmten Gemälden von ihm, die sich im Innenteil meiner Ausgabe befanden, und ich habe es geliebt, nachts mit meiner Leselampe auf das Bild zu starren und die Interpretationen aus dem Buch dort zu entdecken und nachvollziehen zu können. Ich denke, dass mir das Buch weitaus schlechter gefallen hätte, wenn mir die Bilder gefehlt hätte- mein Wissen um DaVinci wäre schlicht und ergreifend zu gering gewesen, um das gesamte Buch verstehen zu können.
Denn die Handlung war in sich sehr vielschichtig, abwechslungsreich und zeitstreckend. Durch die kurze Zeitspanne die im gesamten Buch sehr ausführlich geschildert wird, konnte man komplett in der Geschichte versinken. Stellenweise waren es mir dann fast schon zu viele Details, zu viele Rätsel und Verschachtelungen, auf die im Film dann in einigen Szenen verzichtet worden ist. Doch gleichzeitig hat es den Reiz des Buches ausgemacht- diese Raffinesse und das Wissen, was zwischen den Zeilen steckt.
Robert Landon war ein guter Ermittler, jedoch ist er für mich ziemlich in den Hintergrund gerückt. Sein Schaffen und sein Leben haben mich gar nicht so sehr interessiert- das, was um ihn herum passiert ist, war viel interessanter.
Die Themen waren unkonventionell, zumindest für mich, dennoch fand in den starken Einfluss der römisch-katholischen Kirche und ihrer Sekten sehr interessant. Der Schreibstil und der Plot haben die Spannung das ganze Buch über aufrecht erhalten, wenn auch der Plottwist am Ende für mich nicht so unerwartet gekommen ist, wie ich vielleicht erhofft hatte.

Alles in einem ein wirklich empfehlenswertes Buch. Interessant, voller Wissen, spannend, unkonventionell und ein für mich angenehmes Maß an Nervenkitzel.

Bewertung:

4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐

April 09, 2020 No Kommentare
Bianca Iosivoni konnte mich schon mit einigen ihrer Bücher überzeugen. Obwohl es chronologisch nicht richtig war, habe ich als erstes "Feeling close to you" gelesen und durfte dort Callie schon einige Male als Parkers beste Freundin erleben. Dadurch war ich sehr gespannt auf ihre und Keiths Geschichte. Zwar konnten mich die Beiden nicht so sehr überzeugen und begeistern wie Teagan und Parker, dennoch bin ich nach einigen Startschwierigkeiten zum Ende hin doch noch mit der Geschichte warm geworden.




Inhalt:
Keith und Callie verbinden viele Dinge- die wenigsten davon sind jedoch positiv. Denn die beiden sind Stiefgeschwister- doch nachdem Callies Vater gestorben ist, für dessen Tod Keith verantwortlich ist, hat dieser die Stadt verlassen und allem den Rücken gekehrt- Callie, ihrer Familie, dem Scherbenhaufen, den er hinterlassen hat und den Erinnerungen an die Geschehnisse. Callie konnte Keith all das niemals verzeihen- obwohl sie alles über die Jahre verdrängt hat und aufgrund des hohen Lernpensums ihres Medizinstudiums auch keine Zeit hatte, Gedanken an Keith zu verschwenden, sorgt er nach wie vor für ein aufregendes Kribbeln in ihrem Bauch. Denn nicht nur Callie verbringt ihren Sommer zu Hause- auch Keith kehrt nach 7 Jahren in die Stadt zurück. Doch die Vergangenheit bestimmt die Gegenwart...



Meinung:

Zu Beginn hatte ich wirklich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Ich konnte mich nicht wirklich für Keith und Callie erwärmen. Denn als Charaktere waren sie mir in den ersten Kapitel leider beide ziemlich unsympathisch. Callie hatte einen zu stark erzwungenen Humor, war sehr verschlossen und schwer einzuschätzen. Ihre Gefühle ergaben für mich einfach keinen Sinn und sie war leider ziemlich engstirnig. Sie hat sich sehr an dem Hass gegenüber Keith festgeklammert, hatte aber gleichzeitig immer dieses Kribbeln in ihrem Bauch, was für mich einfach nicht vereinbar war, da sie darauf beharrte, die einzige zu sein, die die Lage wirklich korrekt und nicht verblendet beobachtet- was letztlich nicht der Fall war.
Keith war für meinen Geschmack zu arrogant und fast schon etwas narzisstisch. Er war sehr von sich überzeugt und hat seinen Charme auf eine provokante Art demonstriert, die mir leider missfiel. Sind die Beiden aufeinandergetroffen, gab es stellenweise Situationen, die unangenehm zu lesen oder peinlich waren.
Glücklicherweise hat sich das jedoch mit der Zeit gelegt, sodass ich nach einigen Kapiteln doch eine Bindung zu Keith und Callie aufbauen konnte.

Insgesamt waren es mir aber einfach zu viele Handlungsstränge und Probleme, die irgendwie vereinbart werden mussten, sodass meiner Ansicht nach die Authentizität etwas darunter gelitten hat. Denn dass die Beiden Stiefgeschwister sind und Gefühle füreinander empfinden, die nichts mit familiärer Liebe zu tun haben, bietet schon alleine genügend Zündstoff für ein gesamtes Buch, da sich daraus viele familiäre und gesellschaftliche Skandalmomente ergeben. Darüberhinaus war Keith aber auch noch für den Tod ihres Vaters verantwortlich, was auch wieder alleine eine ausreichende Basis für einen Roman gewesen wäre. Zusätzlich hat sie ihm aber auch bis heute nicht verziehen und hat ihn 7 Jahre lang nicht gesehen- auch das wäre wieder alleine genug gewesen. Doch all diese Handlungsstränge und noch ein paar kleinere Nebenstränge wurden in diesem Buch vereint, sodass es stellenweise schwierig war, den Überblick zu behalten und sich vollkommen in die Situation hineinfühlen zu können.
Ich habe mich einfach lange Zeit gefragt, wie Bianca Iosivoni das alles überzeugend beenden und vereinen möchte- doch letztlich war ich positiv überrascht von der Lösung. Das Ende war nicht direkt zu erwarten und hat meiner Ansicht nach das Buch passend abgeschlossen. Es hat mich zufriedengestellt- was ich lange Zeit wirklich nicht mehr erwartet hatte.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es war anschaulich beschrieben, dennoch flüssig zu lesen. Als Leser war man das gesamte Buch über von Callies subjektiver Ansicht der Dinge abhängig, da es keine Perspektivwechsel gab- was für mich den Reiz dieses Buches ausmachte. Denn so hatte man als Leser die Möglichkeit, zwischen den Zeilen Hinweise und Informationen zu sammeln und sich fernab von Callies stellenweise ziemlich irrationalen Sichtweise ein eigenes Bild zu schaffen. Denn einige Dinge hat sie im Strudel ihrer Emotionen schlicht und ergreifend übersehen oder fehlinterpretiert- ihre hohe Emotionalität und Ehrlichkeit, besonders zum Ende hin, gaben einem die Möglichkeit, etwas objektiver auf Keith und die Geschehnisse zu blicken. Dadurch stiegen auch die Sympathien für Keith und Callie.



Denn da mir die Beiden zu Beginn nicht gefielen, konnte mich ihre Entwicklung sehr überzeugen. Callie wurde im Laufe des Buches immer ehrlicher und ernster, was mir in der Hinsicht gefallen hat, dass sie nicht mehr versuchte, krampfhaft lustig zu sein. Sie hat Dinge analysiert und in Beziehung zueinander gestellte und hat sich mehr und mehr von ihrer Engstirnigkeit befreit- sie wurde objektiver und freier, da sie stellenweise wirklich in sich selbst gefangen. Sie machte Zugeständisse und zeigte Schwächen, wurde einfach immer authentisch.
Bei Keith habe ich eine ähnliche Beobachtung gemacht. Er entfernte sich von seiner Arroganz und den ständigen Provokationen und wurde offener, ehrlicher und fürsorglicher, womit er immer mehr zum perfekten Gegenstück von Callie wurde. Es gab einige wirkliche schöne und tiefgreifende Momente zwischen den Beiden, die mich gerade zum Ende hin mehr und mehr berühren konnten.

Die Geschichte war an sich voller Schmerz, doch das Buch hat einen nicht heruntergezogen, und genau das habe ich daran gemocht. Denn viele Geschichten mit schweren Themen können sehr deprimierend sein- "Finding back to us" hat einen den Schmerz vor Augen geführt und er war omnipräsent, er erklärte aber Callies verworrene Gefühlslage unglaublich gut und machte die Liebe zu Keith bittersüß, ohne einen traurig zu machen. Dementsprechend war das Buch sehr hoffnungsvoll und gab einem ein gutes Gefühl- es gibt immer noch schöne Momente im Leben, auch wenn die Zeit vielleicht nicht alle Wunden heilt, wie Callie irgendwann sagte.

Lobend hervorheben möchte ich zum Schluss noch die Nebencharaktere. Stella, Keiths Mutter und folglich Callies Stiefmutter hat ihre Mutterrolle sehr überzeugend übernommen, war verständnis- und liebevoll, gleichzeitig aber auch sehr vernünftig. Callies kleine Schwester Holly fand ich stellenweise zwar etwas anstrengend, dennoch war ihre temperamentvolle Art sehr erfrischend im Gegensatz zu Callie, die verhältnismäßig ernst ist. Parker, Callies bester Freund und Hauptcharakter aus "Feeling close to you" ist und bleibt einfach mein Lieblingscharakter aus den beiden Büchern- er hat einfach dieses gewisse Etwas an sich, was Keith meiner Meinung nach etwas gefehlt hat. Sein Humor und sein ganzes Auftreten hat für mich einige Stellen des Buches enorm aufgewertet. Zu guter Letzt sollte jedoch auch Braden nicht unerwähnt bleiben- er ist Polizist und spielt immer mal wieder eine Rolle. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass sie ihr Herz an ihn verliert- denn er hatte ähnlich wie Parker dieses Gewisse etwas, diesen authentischen Charme ohne Arroganz.



Alles in einem ist das Buch also durchaus empfehlenswert. Eine bittersüße Liebesgeschichte mit einer schwierigen Thematik, die jedoch so gut behandelt worden ist, dass sie einen nicht herunterzieht. Gleichzeitig waren es jedoch zu viele Handlungsstränge, sodass es schwierig wurde, sich auf die Charaktere und ihre gemeinsame Geschichte vollkommen einzulassen.

Bewertung:

3,5 von 5 Sternen

Herzlichen Dank an den LYX Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
April 03, 2020 No Kommentare
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Ich bin Ilka - kreatives Fangirl, Bücherwurm, Filmmusikliebhaberin, Vanlife-Enthusiastin, Hobby-Fotografin und Bingewatcherin. Ein Mädchen mit der Liebe zu Wörtern, Büchern, Stiften und der Kreativität, die in uns allen steckt.
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